06.12.18 - 07.12.18 | Berlin

Auch 2018 veranstaltet der DGD-Arbeitskreis „Städte und Regionen“ gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung im BBR (BBSR) seine DGD/BBSR-Dezembertagung zu einem Thema, das die regionalen Herausforderungen des demografischen Wandels in den Mittelpunkt der Diskussion stellt.

Unter den Themen, die in diesem Jahr zur Auswahl standen, wurde das Tagungsthema mit 87 von 196 abgegebenen Stimmen (44,4%) zum Thema der DGD/BBSR-Dezembertagung 2018 gewählt. 56 Stimmen entfielen auf das Thema „Aktuelle Strukturen und Trends der Geburten-, Sterblichkeits- und Wanderungsentwicklung. Neue Herausforderungen für die Setzung plausibler Annahmen für regionale Bevölkerungsprognosen“ und 53 Stimmen auf das Thema „Die Wohnungsmärkte von Schrumpfungs- und Wachstumsregionen im Spiegel des demografischen Wandels“.

In den Medien, aber auch in wissenschaftlichen Beiträgen steht die demografische Entwicklung der Städte immer stärker im Mittelpunkt des Interesses. So war kürzlich im Handelsblatt zu lesen: „Die Deutschen zieht es in die Großstädte – mit drastischen Folgen für ländliche Regionen“. Die Wirtschaftswoche schreibt „Die Kleinstadt wird wieder geliebt“ und die Bertelsmann-Stiftung und das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) publizierten die Studie „Trend Re-Urbanisierung?“. Profitieren also alle Städte von dieser Entwicklung? Auch im Kontext der Diskussion um die Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen stellt sich die Frage, ob das Wachstum der Städte ein relevanter Aspekt ist, der politisches Handeln erfordert? Denn das Wachstum der Städte ist ja kein Phänomen, das alle Städte betrifft. Vielmehr konzentriert es sich vor allem auf jene Städte, die strukturstark sind, ein kontinuierliches Beschäftigungswachstum realisieren und deswegen für Deutsche und Ausländer gleichermaßen attraktiv sind. Die negativen Begleiterscheinungen dieser Wachstumsdynamik, die sich vor allem auf den betroffenen städtischen Wohnungsmärkten in Form steigender Wohnkosten und fehlendem Wohnraum zeigen, führen hier zu beachtlichen Verdrängungseffekten. Nur, wenn man diesen Städten dabei hilft ihre Wohnungsmärkte leistungsfähiger zu machen, forciert dies die Abwanderung aus anderen städtischen und/oder ländlichen Regionen, deren Wohnungsmärkte schon heute oft deutlich weniger ausgelastet sind. Dieses Dilemma gilt es bei der Diskussion städtischer Wachstumsprozesse zu beachten.

Ziel der Dezembertagung ist es, mehr Differenziertheit in die Diskussion dieser Wachstumsprozesse zu bringen um besser verstehen zu können, wie bedeutsam diese Entwicklung tatsächlich für die künftige demografische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist.

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