Der demografische Wandel lässt sich nur in einem Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gestalten. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bringt deren Expertise in diesen Prozess ein und dient zugleich der Aktivierung zur Mitgestaltung des demografischen Wandels vor Ort. Dabei gilt es, sozialräumliche Spezifika zu beachten. Ein Beteiligungsprozess im ruralen Raum benötigt ein anderes Vorgehen als eine Beteiligungprozess in der Großstadt.

In einer Werkstatt wird gehobelt, gefeilt, geschraubt – in dieser Analogie werden in einer Bürgerwerkstatt konkrete Ideen für ein Quartier diskutiert, bearbeitet, geplant. Mit der Ausrichtung auf die gemeinsame Bearbeitung von realisierbaren, dem Quartier angemessenen Praxisideen unterscheidet sich das Format von anderen Beteiligungsformaten, in denen beispielsweise Themen identifiziert oder Bedarfe erhoben werden.

In einer Bürgerwerkstatt, wie sie hier als Beteiligungsformat beschrieben wird, diskutieren und prüfen die Teilnehmer/innen ausgewählte Ideen und erarbeiten realistische Umsetzungsperspektiven im Quartier. Zudem werden die Bewohner/innen und die Akteure im Quartier aktiviert und an der Umsetzung beteiligt. Die ausgewählten Ideen sind Umsetzungsvorschläge für die eigentlichen Beteiligungsziele, wie z.B. Vernetzung und sozialer Zusammenhalt. Im Vorfeld muss daher entschieden werden, zu welchen Themen und Herausforderungen der/die Anwender/in eine Beteiligung für notwendig und für möglich hält.

Entwickelt von

Claudia Leinauer, Stiftung Mitarbeit 
im Rahmen einer Beratung der Stadt Dortmund

Die Aufzeichnung des Vortrags wurde im Rahmen des Webinars "Die Förderung bürgerschaftlichen Engagements in der Kommune - Trends und Beispiele aus der Praxis der DWK" erstellt.