Der demografische Wandel hat zum Teil dramatische Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben und die sozialen Infrastrukturen in Kommunen. Faktoren wie eine älter werdende Bevölkerung, zunehmende Pflegebedarfe und sich verändernde Arbeits- und Familienverhältnisse werden künftig dafür sorgen, dass der demografische Wandel zu einer zentralen kommunalen Gestaltungsaufgabe für die nächsten Jahre und Jahrzehnte wird. Sie wird jedoch noch viel zu selten strategisch betrieben.

Strategiefähigkeit ist abhängig von der Fähigkeit zur Komplexitätsreduktion. Nur wenn klar wird, welche Optionen vorhanden sind und welche Chancen und Risiken diese in sich bergen, kann sich ein Gemeinwesen entwickeln. Der demografische Wandel ist multikomplex mit vielen verborgenen Querbezügen. Er ist auf den ersten Blick anhand von Statistiken zu erkennen, aber schwer in seinen Wirkungen auf eine einzelne Gemeinde zu begreifen. Gamification kann einen methodischen Ansatz bieten, um gerade in kleineren Kommunen niedrigschwellig und beteiligungorientiert den demografischen Wandel zu gestalten.

Entwickelt von

Erik Flügge, S&N Kommunalberatung

Marco Schmunkamp, Bürgermeister Stadt Nideggen

Carolin Möller, Referentin Kreis Düren

Die Aufzeichnungen wurden im Rahmen der Online-Vorträge "Den demografischen Wandel spielerisch gestalten? Gamification als Prinzip der Kommunalberatung am Beispiel der 'Demografie-Simulation'" erstellt.