Die Integration von Menschen aus den osteuropäischen Nachbarländern, die sich dauerhaft in einer Kommune mit demografischen Problemlagen niederlassen, scheint unter gesellschaftlichen, ökonomischen und kommunalpolitischen Gesichtspunkten wesentlich.

Die langfristige Integration von Neuzugezogenen vollzieht sich nicht „automatisch“ in einer Kommune, sondern die Prozesse der sozialen Integration wirken stets nur in ausdifferenzierten, lokal je spezifisch kombinierten Zusammenhängen, wie beispielsweise im Arbeitsmarkt, in die Einrichtungen der Erziehung und Ausbildung u.s.w. Mit diesem Werkzeug sollen Gruppenprozesse zwischen Menschen aus (ost-)europäischen EU-Ländern, den „Neuzugezogenen“ und Einheimischen, den „Alteingesessenen“, initiiert und Netzwerke aufgebaut werden, um die neuen Rahmenbedingungen demografiestrategisch besser nutzen zu können. Dabei geht es nicht vorrangig um die Vermittlung von Faktenwissen, sondern um die Aneignung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen für interkulturelles Handeln in vom demografischen Wandel gekennzeichneten Kommunen. Ziel ist, die Kommune (Politik und Verwaltung) als kooperative Moderatorin eines zielgruppenspezifischen Integrationsmanagements zu etablieren.