In der Gesellschaft besteht ein sehr großer Bedarf an alternativen Wohn- und Lebensformen im Alter. Herkömmliche Altenheime sind für viele Menschen kein erstrebenswerter Ort zum Altwerden, weil sie sich ein eigenverantwortliches und weitgehend selbstbestimmtes Dasein – bis ins hohe Alter - wünschen, solange das gesundheitlich möglich ist.

Gleichzeitig verschwinden immer mehr klassische landwirtschaftliche Familienbetriebe und damit verändert sich das Orts- und Kulturlandschaftsbild in ländlichen Räumen. Es häufen sich leerstehende Hofgebäude und verlassene Hofstellen. Hier kann eine Senior*innen-Hof-WG auf dem Bauernhof eine machbare und sinnvolle Alternative sein.

Diese vorliegende Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, wie sich landwirtschaftliche Betriebe ein alternatives oder zusätzliches Standbein durch Senior*innen-Hof-WGs aufbauen können. Am praktischen Beispiel des Woltershofs im Landkreis Emsland wird beleuchtet, welche Umsetzungsschritte notwendig sind, um einen Umnutzungsprozess einzuleiten, wie das Hofleben organisiert werden kann und mit welchen Herausforderungen gerechnet werden kann. Die Ergebnisse verstehen sich als Handlungsempfehlungen und erste Richtschnur für interessierte kommunale Verwaltungen und Umsetzungspartner*innen.

Der Woltershof wird neben anderen Beispielen in einem Film benannt, den der Landkreis Emsland im Rahmen der Demografiewerkstatt Kommunen veröffentlicht hat. Er gibt einen Überblick über verschiedene Wohnprojekte und Visionen:

Entwickelt von

André Fischer, Judith Wolters, Kerstin Staben

im Rahmen einer Beratung des Landkreises Emsland