Jugendliche sind eine der mobilsten gesellschaftlichen Bevölkerungsgruppen. Auf den Schulabschluss folgt häufig ein Umzug, sei es für ein Studium, eine Ausbildung oder aus reiner Abenteuerlust. Universitätsstandorte und urbane Metropolen. Damit sind die jungen Erwachsenen für ihren Heimatort jedoch oft verloren.

Das hat zum Teil drastische, sich selbst verstärkende Folgen: immer weniger junge Familien, immer weniger Kinder, zunehmend älter werdende Einwohnerinnen und Einwohner bei gleichzeitig abnehmender Gesamtbevölkerung. Das hat Folgen für die Angebote der Daseinsvorsorge, für die ökonomische, kulturelle und soziale Infrastruktur, für das bürgerschaftliche Engagement und für die regionale Wirtschaft.

Längst wurde die Dringlichkeit des Themas auch auf der kommunalen Ebene erkannt. Die zuständigen Verwaltungen versuchen mit unterschiedlichen Methoden, die Identifikation mit der Heimatregion früh zu stärken und so die jungen Menschen mittelfristig zu einer Rückkehr zu motivieren.