Kommunen sehen sich bereits seit längerer Zeit mit zunehmend komplexer werdenden Aufgaben konfrontiert, die eine klassisch aufgestellte, an einzelnen zuständigen Ressorts orientierte Verwaltung vor Herausforderungen stellt. Querschnittsaufgaben wie der demografische Wandel, die häufig nur unter Beteiligung von weiteren Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft adressiert werden können, sind von zentraler Bedeutung für die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse.

Erschwerend kommt hinzu, dass Verwaltungen in Zeiten der schnellen Informationsverarbeitung und -verbreitung in der Lage sein müssen, Problemlösungen beinah ad hoc und nahtlos verfügbar zu machen. Das Ressortdenken zu durchbrechen, Wissenssilos zu beseitigen und kooperative Arbeitsstrukturen aufzubauen wird bereits länger erprobt, zwar sehr häufig mit relativ großem Aufwand, jedoch mit einem nicht immer durchlagenden Erfolg. Lenkungsgruppen, Arbeitskreise und die Einbeziehung diverser Interessensgruppen sind häufig Aufgaben, die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter „on top“ zu ihrer regulären Arbeit erledigen müssen, während sie ansonsten in der klassischen Arbeitsstruktur verhaftet bleiben.

Agiles Projektmanagement könnte hier eine Alternative anbieten: Cross-funktionale Teams, die sinnvoll und kurzfristig zusammengestellt werden, arbeiten im hohen Maße selbstverantwortlich an einzelnen Projektabschnitten. Durchgehende Feedbackschleifen sorgen sowohl für hohe Qualität wie auch für Transparenz. Die große Flexibilität ermöglicht es, früh Fehler zu erkennen und schnell auf Veränderungen zu reagieren.